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GfK-Studie "Bilanz des Helfens 2014" – Spenden der Deutschen in 2013 auf Rekordniveau


GfK und Deutscher Spendenrat haben am 5. März 2014 Ihre aktuelle Studie "Bilanz des Helfens 2014" vorgestellt. Danach haben die Spenden der Deutschen in 2013 mit 4,7 Mrd. Euro Rekordniveau erreicht.

Nach der Studie haben in 2013 über 23 Mio. Personen Geld gespendet; die durchschnittliche Spendenhöhe stieg von 29 Euro in 2012 auf 33 Euro in 2013. Diese Entwicklung ist vor allem auf Spenden für die Flut in Deutschland sowie die Opfer des Taifuns Haiyan zurückzuführen. Die Zuwächse im Bereich der Katastrophenhilfe wirken sich jedoch negativ auf andere Bereiche, insbesondere die Kinder- und Jugendhilfe sowie den Naturschutz, aus. 

Erbschaften, Unternehmensspenden, Spenden an politische Parteien und Organisationen, gerichtlich veranlasste Geldzuwendungen, Stiftungsneugründung und Großspenden über 2.500 Euro werden von der Studie nicht erfasst, so dass das tatsächliche Spendenaufkommen deutlich höher sein wird. 

In der diesbezüglichen Pressemitteilung der GfK heißt es:

"Spendenvolumen im Jahr 2013 auf Rekordniveau

GfK-Studie im Auftrag des Deutschen Spendenrats e.V.

Berlin/Nürnberg, 05.03.2014 – Die Deutschen haben im Jahr 2013 insgesamt 4,7 Milliarden Euro gespendet. Damit erreicht das Volumen der privaten Spenden Rekordniveau. Ausschlaggebend für diesen Anstieg des Spendenvolumens waren die Flut in Deutschland und der Taifun Haiyan auf den Philippinen. Das sind Ergebnisse der GfK-Studie „Bilanz des Helfens“, die jährlich im Auftrag des Deutschen Spendenrats durchgeführt wird.

Verglichen mit dem Vorjahr stellt dies ein deutliches Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr dar. Rund 34 Prozent der Deutschen im Alter von über zehn Jahren spendeten im Jahr 2013 an gemeinnützige Organisationen oder Kirchen. Die Zahl der Spender stieg damit um knapp vier Prozent auf 23,3 Millionen Personen. „Damit wurde selbst im Tsunami-Jahr 2005 weniger gespendet als im vergangenen Jahr“ so Daniela Felser, Geschäftsführerin des Deutschen Spendenrats. Dies ist auch auf eine deutliche Steigerung der durchschnittlichen Höhe pro Spende von 29 auf 33 Euro zurückzuführen. Die Spendenhäufigkeit ging dagegen von durchschnittlich 6,5 Spenden pro Jahr auf 6,2 Spenden zurück.

Deutlich mehr Spenden für die Katastrophenhilfe

Ausschlaggebend für die positive Entwicklung des Spendenvolumens waren die Hochwasserkatastrophe in Deutschland und der Taifun Haiyan auf den Philippinen. Allein im November und Dezember spendeten die Deutschen bedingt durch den Taifun Haiyan 365 Millionen Euro für die Not-/Katastrophenhilfe. Das sind 251 Millionen Euro mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Diese Mehreinnahmen für die Katastrophenhilfe sind zu etwa 60 Prozent auf neue Spender oder Mehrausgaben bestehender Spender zurückzuführen. Rund 95 Millionen gingen dafür jedoch in den Monaten November und Dezember zu Lasten anderer Spendenzwecke, insbesondere der Kinder-und Jugendhilfe. Die Spenden für die Katastrophen wurden vor allem durch die Medien angestoßen. Sowohl bei der Flut in Deutschland als auch bei der Katastrophe auf den Philippinen waren die Medien das wichtigste Mittel, um Spenden zu gewinnen.

Mehr „Zeitspenden“ bei jüngeren Menschen

Im Jahr 2013 ist der Anteil derer, die sich bei den unter 40-Jährigen ehrenamtlich engagieren, um drei Prozentpunkte auf 37 Prozent gestiegen. „Gerade jüngere Menschen ziehen das eigene Engagement einer Geldspende vor. Dieser Trend zeichnete sich bereits bei der Hochwasserkatastrophe in Deutschland im vergangenen Jahr ab.“ erklärt Daniela Felser, Geschäftsführerin des Deutschen Spendenrats. Der Anteil der Geldspender blieb dagegen bei nur 19 Prozent stabil.

Zur Studie

Die „Bilanz des Helfens“ im Auftrag des Deutschen Spendenrats e.V. ist ein Teilergebnis der Studie GfK CharityScope, die auf kontinuierlichen schriftli-chen Erhebungen bei einer repräsentativen Stichprobe von 10.000 Panelteilnehmern basiert. Mit GfK CharityScope ermittelt GfK im Auftrag des Deutschen Spendenrats e.V. fortlaufend Daten zum Spendenverhalten von privaten Verbrauchern in Deutschland. Unter anderem werden Spendenvolumen, Spendenhöhe und bevorzugte Tätigkeitsbereiche abgefragt. Als Spende zählen die von deutschen Privatpersonen freiwillig getätigten Geld-, Sach- und Zeitspenden an gemeinnützige Organisationen, Hilfs- sowie Wohltätigkeitsorganisationen und Kirchen. Nicht enthalten sind Erbschaften und Unternehmensspenden, Spenden an politische Parteien und Organisationen und gerichtlich veranlasste Geldzuwendungen, Stiftungsneugründungen und Großspenden über 2.500 Euro."

Quelle: Pressemitteilung der GfK vom 05.03.2014

Die Studie „Bilaz des Helfens 2014“ können Sie auf der Webseite des Deutschen Spendenrats oder hier bei uns herunterladen.

Daniel Hampe, 11.03.2014

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