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innatura.org – Vermittlung fabrikneuer Sachspenden an gemeinnützige Organisationen - Ein bemerkenswertes Geschäftsmodell!

Auf dem letzten Fundraisingtag NRW bin ich auf die innatura gGmbH aufmerksam geworden, die ein in Deutschland einmaliges Geschäftsmodell verfolgt: die Vermittlung fabrikneuer Sachspenden an gemeinnützige Organisationen zu einem Bruchteil des Marktpreises.

Alles fing vor wenigen Jahren mit einem Anruf bei der ehemaligen BCG-Partnerin und engagierten Ehrenamtlichen Dr. Juliane Kronen an: „Ich habe hier 200.000 Flaschen Shampoo auf dem Hof stehen, falsch etikettiert, die Ware hundertprozentig in Ordnung, hast du schnell einen Abnehmer dafür?”

Auch wenn die Abnahme der angebotenen Spende mangels Logistik und Lagermöglichkeit nicht gelang, war der Anruf Ausgangspunkt für umfangreiche Recherchen mit dem Ergebnis:

Jedes Jahr werden in Deutschland Waren im Wert von 7 Mrd. Euro entsorgt. Rund ein Drittel der weggeworfenen Produkte gehören in die Gruppen, die gemeinnützige Organisationen dringend brauchen: Spielzeug, Körperpflege, Haushaltswaren, Baumaterialien, Waschmittel und Bürobedarf.

Hierauf basieren die Überlegungen, die letztlich zur Gründung der innatura gGmbH durch Frau Dr. Kronen geführt haben (mehr...).

Seit 2013 vermittelt innatura (www.innatura.org) über ihren Webshop nun Produkte z.B. aus Überproduktionen oder Sonderaktionen, die ihr von Händlern bzw. Herstellern (z.B. Amazon, Beiersdorf, dm) zur Weitervermittlung an gemeinnützige Organisationen gespendet wurden.

Das Angebot ist vielfältig und nimmt stetig zu. Zu den Projekten, die durch innatura-Produkte unterstützt wurden, gehören z.B. Schlafsäcke für Obdachlose, Windeln und Spielzeug für syrische Flüchtlingskinder, Sonnenbrillen gegen den Grauen Star in Kambodscha (mehr...).  

Für den Einkauf zahlen die Organisationen an innatura eine Vermittlungsgebühr, die deutlich unter dem Marktpreis der jeweiligen Produkte liegt. Hiermit sollen die anfallenden Lager-, Personal- und Verwaltungskosten gedeckt werden.

Fazit: Ein tolles Konzept, das nur Gewinner kennt. Es schafft Arbeitsplätze, schont die Umwelt (ohne innatura würden die Hersteller die Produkte entsorgen) und entlastet gemeinnützige Organisationen. Chapeau, innatura!

Daniel Hampe, 24.02.2015

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