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GfK-Analyse "Spendenjahr 2013: Trends und Prognose" veröffentlicht: Juni-Hochwasser erhöht Spendenbereitschaft

Der Deutsche Spendenrat hat am 15.10.2013 die von der GfK durchgeführte Studie "Spendenjahr 2013: Trends und Prognose" veröffentlicht. Diese prognostiziert eine beträchtliche Steigerung des Spendenvolumens um 5 bis 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wobei die Steigerung vor allem auf die hohe Spendenbereitschaft im Zusammenhang mit dem Hochwasser im Sommer 2013 zurückgeführt wird.

In der Pressemitteilung des Deutschen Spendenrats heißt es:

"Die Deutschen haben von Januar bis August rund 2,6 Milliarden Euro gespendet. Damit liegt das private Spendenaufkommen um 19,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Auch die Gesamtzahl der Spender sowie die durchschnittliche Spendenhöhe sind gestiegen. Dies sind Ergebnisse einer aktuellen GfK-Analyse im Auftrag des Deutschen Spendenrats.

Rund 18,1 Millionen Personen, etwas mehr als ein Viertel der deutschen Bevölkerung, spendeten in den ersten acht Monaten des Jahres 2013 an gemeinnützige Organisationen oder Kirchen. Die Zahl der Spender stieg um 1,9 Millionen Personen. Auch die Höhe einer durchschnittlichen Spende stieg von 26 auf 30 Euro. Die Spendenhäufigkeit lag mit durchschnittlich 4,7 Spenden pro Person leicht unter dem Vorjahr.

Von den Spenden flossen, wie bereits 2012, rund 24 Prozent in den Bereich Kirche und Religion. Bedingt durch die Hochwasserkatastrophe in Deutschland hat sich der Anteil der Not-/Katastrophenhilfe am Spendenaufkommen verdoppelt. Er stieg von 9 auf 18 Prozent. Allein im Juni 2013 haben die Deutschen 208 Millionen Euro wegen der Katastrophe im eigenen Land gespendet. Einen wesentlichen Beitrag dazu leisteten die Aufrufe und Berichterstattungen in den Medien: Fast die Hälfte der Spendeneinnahmen wurde dadurch angestoßen. Diese stammten überwiegend von der Generation 60 plus (67 Prozent).

Regional betrachtet war die Spendenbereitschaft für die Flutkatastrophe im Süden und Osten Deutschlands am größten. Speziell im Osten haben vermehrt auch Menschen mit einem mittleren Einkommen Geld für die Hochwasserhilfe gegeben.

Die unter 49-Jährigen hatten – im Gegensatz zu anderen Katastrophen wie z.B. Haiti – weniger Geld für die Flut im eigenen Land gespendet. „Das könnte vor allem daran liegen, dass gerade junge Menschen das eigene Engagement in den überfluteten Gebieten vor Ort einer Geldspende vorzogen. Dafür sprechen auch viele spontane Aktionen in sozialen Netzwerken“, vermutet Daniela Felser, Geschäftsführerin des Deutschen Spendenrats.

Ausblick auf das Gesamtjahr
Die bisherige Entwicklung lässt für das Gesamtjahr 2013 eine Steigerung des Spendenvolumens erwarten. Wie hoch diese Steigerung ausfällt, wird wesentlich davon abhängen, ob es den Organisationen wie im Vorjahr gelingt, gerade in den letzten Monaten des Jahres noch einmal Impulse zum Spenden zu geben und damit auch neue Spender zum Geben zu motivieren.

Zur Studie
Die Studie „Spendenjahr 2013: Trends und Prognose“ im Auftrag des Deutschen Spendenrats e.V. ist ein Teilergebnis der Studie GfK CharityScope, die auf kontinuierlichen schriftlichen Erhebungen bei einer repräsentativen Stichprobe von 10.000 Panelteilnehmern basiert. GfK CharityScope ermittelt fortlaufend Daten zum Spendenverhalten von privaten Verbrauchern in Deutschland. Unter anderem werden Spendenvolumen, Spendenhöhe und bevorzugte Tätigkeitsbereiche abgefragt. Als Spende zählen die von deutschen Privatpersonen freiwillig getätigten Geld-, Sach- und Zeitspenden an gemeinnützige Organisationen, Hilfs- sowie Wohltätigkeitsorganisationen und Kirchen. Nicht enthalten sind Erbschaften und Unternehmensspenden, Spenden an politische Parteien und Organisationen sowie gerichtlich veranlasste Geldzuwendungen, Stiftungsneugründungen und Großspenden über 2.500 €. [...]"

Quelle: Presseitteilung des Deutschen Spendenrats vom 15.10.2013

Die komplette Studie können Sie hier bei uns oder auf der Webseite des Spendenrats herunterladen.

Daniel Hampe, 16.10.2013

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